Vegane Lebensmittel gedüngt mit …?

Vegane Lebensmittel sind zwar in ihren Inhaltsstoffen vegan, ihre Produktion schließt jedoch nach wie vor die wirtschaftliche Tierhaltung mit ein!

Wusstet Ihr das???? Ich bin mal wieder fassungslos.

„Biologisch angebaute pflanzliche Lebensmittel richten diesen ökologischen Schaden zwar nicht an, jedoch werden sie häufig mit Gülle, Mist, Jauche aus der wirtschaftlichen Tierhaltung oder mit Schlachtabfällen aus konventionellen Schlachthäusern (oft sogar noch nicht einmal europäische) gedüngt. Die Schlachtabfälle (Horn-, Haar-, Feder-, Blut-, Knochenmehlpellets) sind auch im Ökolandbau zugelassen, da sie als Abfallstoffe günstig zur Verfügung stehen und schnell verfügbaren Stickstoff für die Pflanzen liefern. Damit sind die veganen Lebensmittel zwar in ihren Inhaltsstoffen vegan, ihre Produktion schließt jedoch nach wie vor die wirtschaftliche Tierhaltung mit ein. ….“

„Die gesundheitliche Bedenklichkeit dieser Pelletdünger ist groß, sie können mit Keimen, Antibiotika und Schwermetallen belastet sein….“

Das immerhin wusste ich:

„Wenn der Öffentlichkeit bewusst wird, dass die Tierhaltung mit 15,5% (FAO) einen großen Teil des anthropogen verursachten Treibhausgasausstoßes ausmacht und es dringend in der Landwirtschaft neue Wege zu beschreiten gilt, so ist davon auszugehen, dass das Interesse stark wachsen wird. “

Artikel

Zu der Frage, wie hoch der Beitrag zum Treibhausgasausstoß durch Tierhaltung ist, gibt es noch ganz andere Zahlen, wie ich zwischenzeitlich hörte (danke Reinhold):

Die Zahl 15,5% (Treibhausgase durch Tierhaltung) ist wahrscheinlich viel zu niedrig angesetzt. Denn der FAO-Bericht ist unvollständig, er berücksichtigt eine ganze Reihe von Faktoren nicht. 2009 wurde der Beitrag der Tierindustrie zum Klimawandel vom renommierten World-Watch-Institute in der Publikation „Livestock and Climate Change“ nach oben korrigiert. Demnach werden mindestens 51% aller klimaschädlichen Gase (CO2-Äquivalente) durch die Tierhaltung verursacht. Davon geht übrigens auch Greta Thunberg aus (die sich von Klimawissenschaftlern beraten lässt), sie nennt „etwa 50%“ in einem Interview mit dem Veganmagazin. Auch der bekannte Autor Jonathan Safran Foer nannte 51% erst vor wenigen Wochen im Stern. Und in seinem neuesten Buch schreibt Foer:

Einige der Faktoren, weshalb die FAO-Zahl erheblich zu niedrig ist, werden z.B. in den folgenden Beiträgen angesprochen:

https://www.forum-energiewende-vorpommern.de/aktuelles/umwelt-klimawandel/1585-51-aller-weltweit-ausgestossenen-treibhausgase-werden-von-der-nutz-tierhaltung-verursacht-also-mehr-als-durch-den-gesamten-weltweiten-verkehr.html

http://www.veggiday.de/klimawandel/37-klimaberichte/4-klimawandel-treibhausgase-fleisch-51-prozent-co2.html

Und die Studie des World-Watch-Institute findet sich z.B. hier (englisch):
https://pdfs.semanticscholar.org/6704/c7a0777c82357704d82b9ae8007c1197cb07.pdf

 

Es können keine Kommentare abgegeben werden.